Integrative Traumatherapie
Integrative Traumatherapie – Sicherheit, Ressourcen & Verarbeitung
Die Integrative Traumatherapie basiert auf den Methoden von Dr. Peter Levine (Somatic Experiencing, SE) und Dr. Jack Rosenberg (Integrative Körperpsychotherapie, IBP). Dr. Markus Fischer hat diese Ansätze kombiniert und daraus den Lehrgang Integrative Traumatherapie für Körpertherapeuten entwickelt, den ich besucht habe.
Trauma verstehen – Wie es im Körper wirkt
Traumatische Erlebnisse können als Restspannung im Nervensystem gespeichert bleiben und sowohl körperliche als auch emotionale Beschwerden verursachen. Dabei unterscheidet man:
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Einzeltrauma: Ein einmaliges, überwältigendes Ereignis, wie ein Unfall oder eine Operation.
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Entwicklungstrauma: Wiederholte belastende Erfahrungen, oft aus der frühen Lebenszeit.
Sanfte Verarbeitung durch Ressourcen & Pendeln
Die direkte Konfrontation mit einem Trauma kann das Nervensystem überfordern. Deshalb folgt die Integrative Traumatherapie einem behutsamen Dreischritt:
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Orientierung: Sicherheit schaffen und den Körper bewusst wahrnehmen.
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Ressourcierung: Stabilisierende Elemente aktivieren, die Halt geben.
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Traumaverarbeitung: Erst wenn ausreichend Ressourcen vorhanden sind, erfolgt eine sanfte Integration des Erlebten.
Das Pendeln zwischen belastenden Erinnerungen (Traumawirbel) und stabilisierenden Faktoren (Ressourcenwirbel) ermöglicht eine schrittweise Verarbeitung, ohne das Nervensystem zu überlasten.
Werkzeuge zur Selbstregulation
Ein wichtiger Teil der Therapie ist es, Techniken zu erlernen, um das Nervensystem zu stabilisieren:
✔ Atem- und Körperwahrnehmungsübungen
✔ Stärkende innere Bilder und Ressourcenarbeit
✔ Methoden zur Vermeidung von Überforderung
So entsteht langfristig mehr innere Stabilität, Selbstregulation und Wohlbefinden.
